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Kartengrundlage:
Alte Gemarkungsübersicht
Iffezheim aus dem Jahre 1862, mit Genehmigung des Landesvermessungsamtes
Baden-Württemberg, Az.: 2851.2-A/180 vom 06.03.2000
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Die Karte ist nach heutigen
Maßstäben nicht geographisch korrekt ausgerichtet. Dazu müßte
sie um 90° im Uhrzeigesinn gedreht werden, damit Norden und Oben zusammenfallen.
Ich habe die ursprüngliche Ausrichtung wegen der Lesbarkeit jedoch
beibehalten.
Die Karte kann in vier
Teilausschnitten betrachtet werden und ist nochmals in kleinere Abschnitte
geteilt, welche direkt über die Übersichtskarte angeklickt werden
können. Innerhalb dieser Abschnitte ist eine Navigation nach oben,
unten, rechts und links über das Anklicken des jeweiligen Bildrandes
möglich. |
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Da die Karte aus dem Jahr 1862 stammt,
ist natürlich die Rennbahn, welche Iffezheim weltberühmt machte,
eingezeichnet. Gut zu sehen ist, daß die Jagdrennen damals noch nicht
über den Berg führten und daß die durch Führring usw.
beanspruchte Fläche weitaus geringer als heute war. Auf dem Gelände
der heutigen Pferdeklinik stand zu dieser Zeit noch die Ziegelhütte.
Auf dem Kapellenberg liegt der auch
heute noch genutzte, derzeit im Ausbau befindliche, vierte Friedhof. Sein
Vorgänger war damals noch nicht aufgelassen und ist auf dem Gelände
der heutigen Grundschule zu finden.
Unterhalb des Kapellenberges liegt
die Kiesgrube am "Minke Biggele". Eine weitere ist am "Fetzebuggl" - Ecke
heutiger Karl- und Hügelsheimer Straße- zu sehen. Die Kiesgrube
am Aufritt , die später als Schuttplatz, Müllhalde diente, war
zu dieser Zeit noch nicht eröffnet.
Auf der Karte gut sichtbar ist das
Bebauungsende der östlichen Hauptstraße mit dem heutigen Haus
"Raumausstattung Adler". Als einzigen Abzweig im östlichen Teil der
Hauptstraße existierte ein Stich, der später zur "Neuen Straße"
wurde. Das Unterdorf hatte im Großen und Ganzen schon die Größe,
die es bis in die 1970er beibehielt.
Uns dem Rhein zuwendend stoßen
wir vor der heutigen Kreuzung mit der L78a auf einen Hochwasserdamm, dem
"Kleinen Werrle", welcher sich von der Sandbach bis nach Wintersdorf zog
und 1939 zur Aufschüttung der Westwallbunker abgetragen wurde. Am
Rhein selbst sieht man, in der Kopie leider etwas undeutlich, die Fähre
und das Fahrhäuschen und etwas weiter nördlich die Rheinbauhütte.
Interresant sind die damals noch vorhandenen zu Beinheim bzw. Neuheusel
gehörenden rechtsrheinischen Gebiete. Iffezheim hingegen hatte seine
linksrheinischen Besitzungen im Zuge der napoleonischen Kriege eingebüßt,
und wurde damals mit Waldungen im Kastenwört bei Karlsruhe entschädigt.
Da die Anfahrts- und Transportwege jedoch unverhältsnismäßig
lang waren, wurden diese Waldgebiete um 1812 verkauft.
Beim Vergleich mit einer Karte von
heute ist der durch die Ausweitung der Wohn- und Gewerbebebauung sowie
die Kiesgruben verursachte immense Landschaftsverbrauch eklatant.
Die 1995 ha Germakungsfläche
teilen sich heute auf in:
| Flächenart |
Anzahl Hektar |
%-Anteil an der Gesamtfläche |
| Gebäude und Freifläche |
154,9 |
7,76 |
| Betriebsfläche |
163,2 |
8,18 |
| Erholungsflächen |
41,8 |
2,09 |
| Verkehrfläche |
95,1 |
4,77 |
| Landwirtschftlich genutzte Fläche |
676,3 |
33,89 |
| Wald |
667,4 |
33,45 |
| Wasser |
169,3 |
8,48 |
| Sonstiges |
27,3 |
1,37 |
(44) |
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