Das  Kriegsende

Mit der Einnahme des Elsaßes durch die erste französische und die siebte amerikanische Armee wurde Iffezheim wieder Frontgebiet. Nachdem die Rheinbrücke 1940 von den deutschen Truppen zur Versorgung der Verbände in Frankreich und zum Truppenaustausch wiederhergestellt wurde, wurde sie von einem bayrischen Pionierbatallion unter Lt. Huber am 14. Dezember 1944 abermals gesprengt, diesmal um den Vormarsch der Alliierten zu behindern (28). - Bei der im Wintersdorfer Heimatbuch vermerkten, unter dem Datum vom 12. April 1945 gesprengten Eisenbahnbrücke dürfte es sich um die Brücke über die Sandbach gehandelt haben. -
Im Winter und Frühjahr 1945 wurde Iffezheim immer wieder von Granaten getroffen und war zum Teil auch Ziel von Jagdbombern. Die Menschen verbrachten viele Stunden in Kellern oder Bunkern (16). Kurz vor Kriegsende wurden alle Iffezheimer Brücken gesprengt. Der an den Gebäuden angerichtete Schaden dürfte dabei weit über dem militärischen Nutzen gelegen haben. Bei der Sprengung der Talstraßen(heute B36)brücke über die Sandbach wurde das 1933 nach einem Brand wiederaufgebaute Schützenhaus vollkommen zerstört.
Am 12. April 1945 war der Spuk dann vorbei. Über den Rieder Weg zogen die alliierten Truppen Richtung Iffezheim. Im Oertbühl war ein Panzergeschütz eingegraben, um den diese aufzuhalten. Zum Glück für Iffezheim war der das Geschütz bedienende Soldat Zigaretten organisieren, als die Truppen den Ort erreichten. Iffezheim wurde von französischen Truppen besetzt. Der Dorfschütz verkündete, daß Iffezheim nun unter französischer Militärverwaltung stünde und alle Waffen abzugeben seien (28). Der Krieg kostete 214 Iffezheimern das Leben (88). Wieviel Lagerinsassen diese Zeit nicht überlebten, ist zur Zeit nicht bekannt.
 
Euer Kommentar an Matthias
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