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's Bildsteggl
Der Markgraf
von Baden hatte einst im Oberwald und in der Geggenau große Tiergehege.
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts war ein gewisser Josef Kist markgräflicher
Jäger. Als dieser eines späten Abends vom Hirschgehege im Oberwald
nach Hause ging, lauerten ihm Wilderer bei den Hanfäckern an der Straße
nach Hügelsheim auf. Sie prügelten ihn, stellten ihn in einen
Klemmerhaufen (rote Waldameisen) am Fuße einer Eiche und banden ihn
an dem Baum fest. Sie rissen ihm die Kleider vom Leib, stellten ein spitzes
Hölzchen in seinen Mund, damit er nicht um Hilfe rufen konnte und
überließen ihn seinem Schicksal. Schwärme von Schnaken
fielen über den Wehrlosen her, die Ameisen krochen ihm in Nase, Ohren
und Mund. In seiner Not flehte er zu Gott und gelobte ein Bildstöckchen
zu errichten, sollte er befreit werden. Er wurde erhört, denn bald
darauf kam ein Handwerksbursche des Weges und befreite den Jäger aus
dessen qualvoller Lage. Josef Kist hielt sein Versprechen und noch heute
steht der als „'s
Bildsteggl“ bekannte Bildstock an der Hügelsheimer Straße
(37, 16,
38) |
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