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09. Januar 2016

 

 

Prunk- und Fremdensitzung

 

Mit den Einheizern des Iffezheimer Fanfarenzug unter der Leitung von Mario Eberle startete der Iffezheimer Carnevals Club (ICC) in die fünfte Jahreszeit. Als es darum ging, die roten Lippen vom Mary Lou zu küssen, ging das Publikum begeistert atemlos durch die Nacht mit. Weniger begeistert war der ICC vom Umzug des Edeka-Marktes an den Ortsrand, dem er seinen Jahresorden widmete: „Dem Iffzer tun die Latsche weh, ein Oser-Schuttle wäre schee!“

Rüdiger und Jessica Zoller rechneten mit den Zahlenjongleuren der großen und kleinen Politik ab, die mit ihrem Ziffernwirrwarr  im letzten Jahr Baden gegangen waren. Trotz des Klimawandels, der Billionen für die rote Zahlen im Euro-Land, dem Geschacher um einen gemeinsamen Nenner bei den Flüchtlingszahlen, Dreiecksverhältnisse auf der Rennbahn und millionstel Gramm PFC ließ Zoller in seinem elften Büttenjahr, die Elf mal gerade sein.

Für den Tanz der nordischen Seefahrer der ICC-Mini-Wicky-Garde gab es die erste Rakete des Abends.

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„So tickt der gemeine Iffzer“ erläuterte die ICC - Integrationsbeauftragte Jolanda Merkel. In ihren Schnellkurs von „Iffzere“ zu „Uuswerdje“ erklärte sie die Feinheiten des im Ort gesprochenen Wortes und die im Ort herrschenden Feindbilder von den Bewohner im Norden, Süden und näheren Osten den in die Neubaugebiete strömenden Auswärtigen. Den Rheinischen Karneval an den Sandbach brachte die Garde der „Kollerkrotten“ aus Brühl.

Als mit Raketen gefeierte Heilige Drei Könige mit ihrem Sternträger debütierten Harald Schäfer, Martin Schäfer, Mario Ludwig mit Veteran Harald Kraft in der Bütt. Ganz unheilig legten die Vier nach einem Ausflug in die aktuelle Politik die Fehltritte der Iffzer um platt gefahrene Einkaufsräusche, angepisste Rennbahnbesucher, automatische Bustoilletten und apfelgroße Blechdellen offen. Solo führte Altmeister Kraft das Publikum in die Untugenden des pünktlich verschlafenden Pfarrers Dafferner ein.

Nach einem harten Tag gab sich die Dance Company im Regen singend very british. Den großen Gummibären am Bande erhielt der Gummibären schlotzende Präsident der „Narretei im Ried“, Jürgen Hänel, für seine Fernsehabende in Feinripp.

Sauna- statt Tupperabend, Aufguss statt Gewürzzwerge und Eidgenossen! lautete das Motto des Dreigestirns mit dem Iffzer (Holger Deutschmann), dem Rieder (Alexander Schneider) und dem dauerstreikenden Nachfahren des „Roi du soleil“ (Mark Schwander). Mit Verve arbeiteten sie sich an den „fremdartigen und exotischen“ Nachbarn oberhalb und unterhalb des Renndorfes ab und erläuterten, neben den Schwierigkeiten einer Ehefrau an der Rikschadeichsel am Brennerpaß, warum die Rieder eher runde Stammbäume haben.

Einen märchenhaften Auftritt um den Froschkönig legte Schowtanzgruppe „Soley“ auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Die „6 Richtige“ aus dem Ried brachten einen Sack voller Träumereien mit. Mit dem „Männerstrip im Waschsalon“, Männern, die über Frauenwitze lachen, den Dingen, „die i könnd, wenn i wodd“ und jeder Menge Golden Oldies rissen sie das Publikum von den Sitzen und durften nicht ohne die Zugaben um „Lewwerwurschd“ und „Badkapp“ von der Bühne.

Von „God save the Queen“ bis „Flash Gordon“ tanzte sich das nicht zu stoppende ICC-Männerballett in einer atemberaubenden Schau durch die großen Queen Hits.Wie Anfangs des Abends von den Sitzungspräsidenten Daniel Haas und Matthias Schneider versprochen, setzten die Akteure in Zeiten von Terror und Anschlägen friedliche Akzente, die vom Publikum begeistert angenommen wurden.

 

 
Euer Kommentar an Matthias

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